zero K hat geschrieben:Hast Du im Hinterkopf, zunächst mit einfachen Werkstücken zu beginnen.
Konturen, Bohrungen, Fasen und Rundungen die mit üblichen Messmitteln kontrolliert werden können.
Ganz einfach, um zu erfahren wie genau die Maschine dem Programm folgt.
Vermutlich werde ich mit ein oder zwei etwas einfacheren Werkstücken anfangen. Ich habe vor, eher funktionelle Teile zu fertigen und eher weniger 'Kunstobjekte'. Im Discord Forum machen viele, die eben ihre Maschine erhalten haben, eher Sachen wie Schlüsselanhänger, Gedenkmedaillen und -münzen, Untersetzer und ähnliche Sachen. Die Anzahl der echt funktionellen Teilen ist eher in der Minderheit - zumindest was die Anzahl der Berichte betrifft.
zero K hat geschrieben:Wenn schon die Simulation nach CAM-Daten den Fräser durch das Werkstück ziehen kann,
kommt in der Realität noch die Schnittkraft bzw. Werkzeug- und Maschinensteifigkeit hinzu.
Dazu würde ich dann auch gern zu Geräuschen bei langen Bahnen oder Bögen lauschen.
Ja, die Schnittkraft wird ein eigenes Thema sein. Da ich hier keine Erfahrungen habe, werde ich mich anfangs auf die Werte in der vorbereiteten Datenbank verlassen müssen. Ich vermute, da werde ich diesbezüglich einiges im Tutorial-Thread schreiben. Mir war nicht bewusst, zum Beispiel, dass zu wenig Vorschub bald schlechter sein kann als zu viel (bei Werkzeugstahl kann es bei unzureichendem Materialabtrag zur Kaltverfestigung kommen).
Bezüglich Geräuschen habe ich inzwischen einiges an Erfahrung gesammelt, passiv zumindest. Im Discord Forum (und auf YouTube) gibt es viele Videos, wo erfolgreich und weniger erfolgreich zerspant wird. Manche fuhren absichtlich die Fräser zu Schrott, um die Grenzen auszuloten (was Geschwindigkeit und/oder Material betrafen).
Die Maschine scheint eine recht brauchbare Steifigkeit mitbekommen zu haben, als Folge des einteiligen Rahmens aus Alu-Druckguss. Noch ist bisher keine Bemerkung bezüglich mangelnder Steifigkeit aufgekommen. Dafür ärgern sich einige über die geringe Leitung des Spindels, die nur 150W beträgt.
zero K hat geschrieben:Klingt vielleicht seltsam, aber ich bin schon etwas älter und bei mir muss sich eine Maschine auch wohlfühlen - akustisch und taktil, sonst leide ich mit.
Das ist bei mir ähnlich. Wenn ein Türscharnier quietscht, leide ich mit, denn ich weiß, es gehört geschmiert. Wenn irgendwo was rattert, dann ist was lose oder sonst was ist faul. Das war vor Jahren einmal bei unserem Tiefgaragentor so - ich informierte sofort die Hausverwaltung und litt wochenlang, bis sie reagierten und es reparieren ließen.
zero K hat geschrieben:Na ja, zu Weihnachten baust Du den Entkoppler ein.
Ich werde höchstwahrscheinlich nie den Entkoppler bei mir einbauen. Wenn ich den Bedarf wirklich gehabt hätte, dann hätte ich schon vor fast drei Jahren die gedruckte Version verbaut. Ein gedruckter Entkoppler, voll funktionsfähig, liegt seit Ende 2023 bei mir am Schreibtisch herum und ich zeige es gelegentlich interessierten Freunden und Kollegen.
Die Entkoppler alleine sind noch zu wenig. Man benötigt eine ordentliche Führung in Z (so was habe ich schon hier, teilweise sogar eingebaut: eine HIWIN Linearführung). Weiters benötige ich zumindest, da ich wenig von Überbestimmung halte, eine zusätzliche Führung gegen Verdrehung um die Z-Achse. Diese Führung würde eine der 4 Rundstangen (=Abstandshalter) verwenden. Auch dafür hätte ich die Hardware schon, und hatte dieses probeweise schon vor Jahren verbaut.
Aber für mich das größte Hindernis ist, dass man die Kiste zu einem Großteil zerlegen muss, damit man die Entkoppler über die Kugelgewindespindeln bekommt.
Falls ich tatsächlich einen Entkoppler auf der Maschine fräse, wird es wieder nur ein schönes Anschauungsstück am Schreibtisch.
mjh11